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Ganztagsschule in Baden-Württemberg

Ganztag für die Grundschule

Jahrzehntelang war die Ganztagschule ein Schulversuch, jetzt ist sie im Schulgesetz verankert! Am 16. Juli 2014 haben die Abgeordneten des Landtags das Gesetz für die Ganztagsgrundschule und die Grundstufen der Förderschulen verabschiedet. Ein historischer Tag in der Bildungspolitik des Landes.

Der Ausbau von Ganztagsschulangeboten zählt zu den wichtigsten Aufgaben in Baden-Württemberg. Kinder und Jugendliche profitieren enorm von der zusätzlichen Zeit der Ganztagsschule. Der Tagesablauf in der Ganztagsschule mit vielfältigen, anspruchsvollen Angeboten und ein abwechslungsreiches Lernumfeld bieten viel Raum für die individuelle Förderung des einzelnen Schülers. Auch die stärkere Öffnung der Schulen hin zur Gesellschaft und die Einbindung außerschulischer Partner spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Doch nicht nur aus pädagogischer Sicht leisten Ganztagsschulen einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit. Ganztagsangebote wirken sich auch positiv auf die Familie und das Sozialverhalten der Schüler aus. Nicht zuletzt fördern sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die ersten Ganztagsschulen wurden in Baden-Württemberg in den 1970-er Jahren eingerichtet. Ein verstärkter Ausbau setzte jedoch erst nach der Jahrtausendwende ein. Im Vergleich mit anderen Bundesländern ist in Baden-Württemberg der Nachholbedarf beim Ausbau von Ganztagsschulangeboten jedoch besonders hoch. Deshalb hat sich die grün-rote Landesregierung den Ausbau und die Weiterentwicklung der Ganztagsschulen sowie deren Verankerung im Schulgesetz als zentrales Ziel gesetzt.

Am 16. Juli 2014 wurde in der Bildungspolitik des Landes Geschichte geschrieben. Der Landtag hat das Gesetz für die Ganztagsgrundschule und die Grundstufen der Förderschulen verabschiedet. Damit ist die Ganztagsschule kein Schulversuch mehr, sondern verbindlich im Schulgesetz verankert. Der Landesregierung ist es gelungen, das neue Konzept in enger Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden voranzubringen. Das Konzept zeichnet sich dabei durch seine große Flexibilität aus. Schulträger und Eltern können wählen zwischen der verbindlichen Form der Ganztagsschule, an der alle Kinder einer Schule teilnehmen, und der Wahlform, bei der die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind anmelden. Außerdem gibt es vier verschiedene Zeitmodelle, die sich den Bedürfnissen vor Ort anpassen.

Ziel der Landesregierung ist der flächendeckende Ausbau von Ganztagsgrundschulen. Jedes Kind und jeder Jugendliche soll die Möglichkeit haben, eine Ganztagsschule in erreichbarer Entfernung besuchen zu können. Die Landesregierung strebt an, dass sich bis 2023 rund 70 Prozent der Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen an dem neuen Ganztagsschulprogramm beteiligen. Dafür investiert das Land im Endausbau rund 158 Millionen Euro. Mittelfristig gilt es, auch an den weiterführenden Schulen Ganztagsangebote auszubauen.

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